3. Niedersächsisches Forum Kunststofftechnik 2005
Treffen der Experten in Sachen Compounds
Nur durch Innovationen werden wir im Wettbewerb der Regionen bestehen können. Deshalb brauchen wir neue Ideen in allen Bereichen. Neue Ansätze, die uns aufzeigen, wie wir etwas besser machen können. Dies setzt den Rahmen für neue Produkte und Dienstleistungen, auch in Bereichen die uns heute noch unbekannt sind. Dies sichert und schafft langfristig zukunftsfähige Arbeitsplätze, eröffnete Helmut Heyne vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium seine Grußworten beim 3. Niedersächsischen Forum Kunststofftechnik am 1. Dezember 2005 in Hannover. In Compounds steckt ein großes Potential für Innovationen - dieses Fazit zogen die Teilnehmer der Veranstaltung zu der sich über 50 Experten aus Industrie und Wissenschaft in Hannover trafen. Der diesjährige Schwerpunkt des jährlich stattfindenden Forums lautete Compounds - Herstellung, Anwendung und Wirkung.
Umfang und Intensität des weltweiten Wettbewerbs auf den globalen Märkten haben zu neuen Märkten für hochwertige Polymerwerkstoffe durch Compounds mit nanoskalierten Partikeln, Fasern, Röhrchen und Schichtsilikaten geführt.
Nicht mehr nur die klassischen Anwendungen, die primär durch hohe Durchsatzleistungen gekennzeichnet sind, sondern vermehrt Spezialanwendungen für Sonderprodukte sowie verfahrenstechnisch anspruchsvolle Aufbereitungsprozesse sind heute in der kunststoffverarbeitenden Industrie gefragt.
In dem Eingehen von Partnerschaften in der Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Endprodukt beim Kunden können Unternehmen und Wissenschaft auf dem Gebiet der Polymertechnik kooperieren und dem weltweiten Wettbewerb begegnen. Das treibende Motto heißt: Kräfte bündeln, Prozesse beschleunigen und die Wertschöpfungsstrategie den Gegebenheiten aktuell anpassen. Angesichts steigender Rohstoff- und Energiekosten kann die Wettbewerbssituation nur in der Steigerung von Effektivität (das Richtige tun) und der Effizienz (das Richtige richtig tun) liegen. Das Überdenken des Materialensatzes, des Werkstoffdesigns und der Prozesse bietet die Chance, Einsparpotentiale aufzuzeigen und zu realisieren.
Die Kunststoffindustrie hat heute einen wachsenden Bedarf an technischen Lösungen, um Produktivitätssteigerungen zu erzielen und die hohen Anforderungen an Produktqualität und Umweltverträglichkeit zu erfüllen. Wir brauchen neue Innovationen, die diese Entwicklungen auffangen um die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffindustrie auch zukünftig zu gewährleisten, erklärte Prof. Weber, Vorsitzender des Fördervereins WIP-Kunststoffe e.V. (WIP).
Deshalb haben niedersächsische Unternehmen gemeinsam mit Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen bereits im Jahr 2001 begonnen ein Netzwerk für die Kunststoffindustrie aufzubauen. Das Wissens- und Innovationsnetzwerk WIP bringt heute erfolgreich Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen und bietet ihnen eine Plattform für Kontakte und Kommunikation.
Die Arbeiten auf dem Gebiet der Compounds mit funktionellen Additiven zeugen von der derzeitigen Kompetenz und Stärke der Unternehmen wie der Wissenschaft und dem Potential marktrelevanter Innovationen. Wenn wir die F+E Aktivitäten auf diesem Gebiet zielgerichtet konzentrieren, können wir die hiesige Wirtschaft wie Wissenschaft stärken und nachhaltiges Wachstum erschließen. Und nur Wachstum kann leere Kassen wieder füllen!
Programmablauf:
(Das Abrufen der Vorträge steht nur WIP-Mitgliedern zur Verfügung)
Begrüßung durch den Vorsitzenden des WIP
Prof. Dr. Gunter Weber
Grußwort
Helmut Heyne - Abteilungsleiter Industrie
Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Hannover
Konzepte in der Materialentwicklung
Dr. Joachim Clauss - Leiter Core Technology
Ticona GmbH, Kelsterbach
Schnelle Compoundentwicklung durch integrierte Prozesse
Dr. Gerhard Maier - Vorstand/Forschung und Entwicklung
polyMaterials AG, Kaufbeuren
Supply Chain Management in der Kunststoff-Industrie - Der Verarbeiter im Fokus
zunehmender Verzahnung der Wertketten von Produzent und Distibuteur und Compoundeur
Hans-Theodor Kutsch - Vorsitzender der Geschäftsführung
Albis Plastic GmbH, Hamburg
Threats & Challenges in Plastic Compounding -
Einen Einblick in die Welt der Engineered Materials
Marc Setzen - Geschäftsführer
PolyOne Th. Bergmann, Gaggenau
Additiv/Additiv-Wechselwirkungen anhand ausgewählter Beispiele
Dr. Ottmar Schacker - Technicals Marketing Polymers, Additives and Waxes
Clariant GmbH, Gersthofen
Dispergierbare Aluminiumhydroxide für Thermoplaste und Duromere
Olaf Torno - Product Manager
Sasol Germany GmbH, Hamburg
Disperfieren von Nanofüllstoffen
Sabine Schönfeld - Teamleiterin technische Kunststoffe
Coperion Werner & Pfleiderer GmbH & Co. KG, Stuttgart
Herstellung von Nanocompositen mit thermoplastischer und duroplastischer Matrix
Bernd Wetzel - Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Institut für Verbundwerkstoffe GmbH, Kaiserslautern
Charakterisierung von Elastomeren mittels Analytik
Torsten Kaese - stellv. Abteilungsleiter Elastomerchemie
Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e.V., Hannover
